Man glaubt nicht, wie schlimm das Leben zuschlagen kann!
Teil 1:
J.B., ein Freund von mir, hatte vor Ende 2008 Probleme mit seinem Notebook. Seine interne Festplatte gab ihren Geist auf. Eine Restaurierung der gespeicherten Daten war nur in Teilen möglich und sehr zeitaufwändig. Es gingen insb. persönliche Daten verloren, also hauptsächlich Fotos mit hohem Erinnerungswert. Das war für ihn sehr ärgerlich. An das Erstellen eines Backups hat er zwar gedacht, aber auch nur gedacht und nie angefertigt.
Teil 2:
Im Dezember ging J.B. seine Abschluss-Studienarbeit an. Als gebranntes Kind fertigte er fleissig Backups auf einem USB-Stick an. Mit diesem Stick arbeitete er auch an einem Rechner einer Freundin. Eines Abends nahm er nun die Arbeitsergebnisse mit nach Hause, um die letzten Formulierungen für diesen Tag einzugeben. Beim Einstecken des Sticks in seinen Rechner stellte er fest, dass der Stick nicht mehr funktionierte. Es gab auch keine Möglichkeit mehr, die Daten wiederherzustellen. Es gingen mehrere Seiten seiner Abschlussarbeit verloren und er musste die Nacht durcharbeiten, um sie neu zu schreiben. Fazit dieses Vorfalls ist, dass er Daten nicht mehr nur auf einem USB-Stick transportiert, statt dessen sendet er sie sich parallel per E-Mail zu.
Teil 3:
Der Super-Gau geschieh nun am Freitag. Am Freitag kam J.B. von der Arbeit und ihm fuhr der Schock in die Glieder: Auf dem Dachboden war ein Rohr gebrochen und er hatte in seiner gesamten Wohnung einen kapitalen Wasserschaden. Im Zuge dieses Wasserschadens soff sein Notebook und seine Backup-Festplatte ab. Abwarten, wie es sich entwickeln wird, aber ich gehe davon aus, dass beide Geräte irreparabel sind. So viel Pech muss man ersteinmal haben.
Fazit zu Teil 1: Backups sind wichtig. Fazit zu Teil 2: Backups müssen sich über den gesamten Workflow/Prozess erstrecken. Fazit zu Teil 3: Produktivdaten und Backup-Daten müssen auch räumlich ausreichend getrennt sein.