Archiv für die Kategorie ‘Datenschutzrecht’

Diskussion zur Novellierung des BDSG - geplante Abschaffung des Listenprivilegs

Freitag, 30. Januar 2009

Die Diskussion zur Novellierung des BDSG ist in vollem Gange. Besonders hitzig und kontrovers wird um die Regelung zum Permission Marketing (opt-in-Lösung) und der Abschaffung des sogenannten Listenprivilegs gestritten. Am 10. Dezember ist der vom Bundesminister des Innern vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Datenschutzaudits und zur Änderung datenschutzrechtlicher Vorschriften von der Bundesregierung beschlossen worden.

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Kurzübersicht zu aktuellen Datenschutzmeldungen

Dienstag, 20. Januar 2009

In den letzten Tagen stürzte eine Flut an Meldungen zum Datenschutz auf uns ein. Eine kleine Kurzübersicht über die letzten Meldungen:

Anscheinend erste Konsequenzen für illegale Datenhändler

Sonntag, 18. Januar 2009

Im August 2008 meldeten der Berliner Beauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit und die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbz) einen spektakulären Fall des illegalen Datenhandels:

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Google Analytics - der Stand der Dinge

Montag, 12. Januar 2009

Bei dem Aufsetzen dieses Blogs habe ich mir auch Gedanken über Technik, Aufbau und Inhalt gemacht. In diesem Zuge habe ich mir viele andere Blogs angesehen. Mir fiel auf, dass sehr viele Blogs (und auch Web-Seiten) zur Erfolgsmessung Google Analytics einsetzen. Dabei fiel mir ein Sachverhalt aus 2008 wieder ein: Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat  beanstandet, dass der Service Google Analytics nicht datenschutzkonform sei. Um was geht es dabei?

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ITRC 2008 Breach Report

Donnerstag, 08. Januar 2009

Das Identity Theft Resource Center (ITRC) hat seinen jährlichen Report über Datenverluste für das Jahr 2008 in den USA vorgelegt. Im Gegensatz zum Vorjahr, hat das ITRC 656 Fälle von Datenverlusten verzeichnet. Dies ist eine Steigerung von 47% im Vergleich zum Vorjahr (2007:  446). Insgesamt wurden 35,7 Millionen Datensätze verloren. Das ITRC kolpotiert, dass die Dunkelziffer an Datenverlusten und verlorenen Datensätzen noch wesentlich höher liegen wird. Die aufgezeichneten Fälle von Datenverlusten basieren auf Berichten aus den Medien.

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Novellierung des BDSG

Mittwoch, 07. Januar 2009

Am 10.12.2008 hat das Bundekabinett einen “Entwurf eines Gesetzes zum zur Regelung des Datenschutzaudits und zur Änderung datenschutzrechtlicher Vorschriften” verabschiedet. Wer sich für diesen Entwurf interessiert, kann ihn auf den Seiten des Bundesministeriums des Inneren herunterladen.

Die einschneidenden Änderungen, die in diesem Entwurf vorgesehen sind, sind

  • Die Einführung eines sogenannten Permission Marketings.
  • Die Pflicht zur Selbstanzeige in bestimmten Fällen des Datenverlustes.
  • Die Einführung eines Datenschutzauditgesetzes
  • Erhöhung der Bußgelder

Datenschutz, ein zahnloser Tiger?

Mittwoch, 07. Januar 2009

In der Praxis als externer Datenschutzbeauftragter wird mir immer wieder die Frage gestellt, ob überhaupt datenschutzrechtliche Prüfungen durch die zuständigen Aufsichtbehörden durchgeführt werden.

Die Landesbeauftragten für den nicht-öffentlichen Bereich geben teilweise Auskunft über ihre Prüftätigkeit. Nach ihren Informationen ist die Anzahl der fachlichen Anfragen bei den Aufsichtsbehörden gestiegen. Allein der Berliner Beauftragte für den Datenschutz erhielt 2007 über 1.400 schriftliche oder elektronische Eingaben. Das Spektrum der Anfragen erstreckt sich auf viele Lebensbereiche, eine Auswahl können Interessenten etwa im 30. Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit der Freien Hansestadt Bremen einsehen.

Eine Übersicht über die Mängel, die Aufsichtsbehörden bei Prüfungen von Unternehmen festgestellt haben, lässt sich dem Tätigkeitsbericht des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten von 2006/2007 entnehmen. Demnach haben die geprüften Unternehmen 49 Prozent keinen oder nicht alle Mitarbeiter auf den Datenschutz verpflichtet. In 86 Prozent der Fälle waren die zu führenden Verfahrensverzeichnisse gar nicht vorhanden oder unvollständig. In 54 Prozent der Prüfungen war kein Datenschutzbeauftragter bestellt, nicht schriftlich bestellt, fachlich unqualifiziert oder es lag ein Interessenkonflikt vor.

Erschreckend sind die Zahlen im Bereich der IT-Sicherheit. So waren 91 Prozent der Passwörter veraltet, hatten keine ausreichende Zeichenlänge oder einen mangelhaften Zeichenmix. Sie garantieren daher auch nur einen geringen oder keinen Schutz der EDV-Systeme.

Auch gab es Mängel bei technischen und organisatorischen Maßnahmen. So hatten 67 Prozent der geprüften Unternehmen einen mangelhaften Kopierschutz für personenbezogene Daten oder es gab keine Sperrung von Schnittstellen. Solche Fälle sind als sehr bedenklich einzustufen, da einem Datenabfluss aus dem Unternehmen Tür und Tor geöffnet ist.